Aussenlandebericht

Außenlandung von Kaufhold Franz, am 22.06.2005, Ort :Bicheln

Gut Vorbereitet ist halb Außengelandet...


Die Wetterprognose war für diesen Tag ja nicht besonders gut angesagt.


Aus diesem Grund plante ich mit der ASK 21 vom Kufsteiner Fliegerklub einen Flug ohne Routenfestlegung, wobei ich die erste Wende, je nach Wetteroptik im Bereich Altenmarkt/Schladming plante.
Die erste Stunde ging recht schleppend bis Fieberbrunn. In Saalbach ging´s dann das erste Mal auf 2800 Meter und beim Weiterflug Richtung Schmittenhöhe sah man in den Tauern schon die ersten Überentwicklungen und somit entschloss ich mich, den Flug in Richtung Innsbruck/Landeck zu ändern. Bis zum Geißstein ging es im Gipfelbereich auch recht zügig voran. Plötzlich einsetzender Regen unter einer viel versprechenden Wolke brachte bis zu 4 m/s Fallen. Ein Versuch durch den Pass Thurn in Richtung Kitzbühl/St.Johann auszuweichen wurde mangels Höhe und stetigem Fallen aufgegeben. Der Entschluss zu einer Außenlandung im Salzachtal wurde schon jetzt getroffen. Bei der Suche nach dem Landefeld von Wenns, denn ich in meinem Außenlandefeldkatalog hatte, fand ich noch einmal einen schwachen Bart mit 1 m/s Steigen, der aber nach 200 Meter Höhengewinn nichts mehr brachte.
Trotz der Höhe von gut 500 Meter über Grund bereitete ich mich auf die Außenlandung vor.

Das Feld in Wenns war auch schnell gefunden und da es augenscheinlich auch frisch gemäht war, auch für landbar gefunden. Bei näheren Begutachtung der Landestelle sah ich einen Traktor mit einigen Leuten die sich wohl anschickten das Gras zusammenzurechen. Also Landestelle verworfen aber Dank der frühen Entscheidung zur Landung noch konfortabele Höhe. Nördlich der Straße von Bicheln nach Bramberg fand ich ein geeignetes Feld. Da ich beim letzten Bart keinen wesentlichen Versatz hatte, konnte der Wind, der normalerweise um diese Uhrzeit kräftig talaufwärts weht nicht allzu stark sein. Beim Vollkreis zur letzten Begutachtung des Feldes bin ich noch einmal nah an die Bäume geflogen um die Windrichtung festzustellen. Da die Blätter sich nicht rührten brauchte ich den Talwind nicht berücksichtigen und konnte mich für die Landerichtung Richtung Westen mit den wenigsten Hindernissen entscheiden. Noch ein Kreis über der Landestelle bestätigte mir dass keine Zäune oder Gräben im Weg waren.
Es folgte ein stressfreier Anflug wie am Platz daheim mit Gegenanflug, Queranflug und Endteil. Drei ca. 4 Meter hohe Bäume wurden knapp überflogen und danach aufgesetzt und ohne zu bremsen ausgerollt.
Die Entfernung bis zum nächsten Hindernis war noch gut ca. 200 Meter. Fazit: Durch gute Vorbereitung für eine eventuelle Außenlandung endlang des geplanten Flugweges (persönlicher Außenlandekatalog aus allen verfügbaren Quellen, inkl. Outlanding Guid und eine frühe Entscheidung zur Landung kommt zu keiner Zeit Stress auf und man kann die Landung in aller Ruhe durchführen.